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Umwelt: Kennzahlen und Ziele

Transparenz beginnt mit konkreten Zahlen: validierte Klimaziele, der aktuelle Stand unserer Treibhausgasemissionen und die Entwicklung unseres Energieverbrauchs im Jahresvergleich.

ESRS Reporting-Index: E1 Klimatschutz und Energie
ESRS E 1-4 I ESRS E 1-5 I ESRS E 1-6

 

ESRS 1-4

Ziele zum Klimaschutz und Klimawandel 

SV verfolgt wissenschaftsbasierte Klimaziele im Einklang mit der Science Based Targets Initiative (SBTi). Die folgenden Ziele definieren den Reduktionspfad der Treibhausgasemissionen bis 2030 gegenüber dem Basisjahr 2022: 

  • Reduktion der Scope 1 und Scope 2 Emissionen um 42%
  • Reduktion der Scope 3 E&I Emissionen um 51.6% pro Gast
  • Reduktion der Scope 3 FLAG Emissionen um 30.3% 

Die Emissionen werden in zwei Kategorien ausgewiesen: Energie- und Industrieemissionen (E&I) sowie Emissionen aus Forsten, Landnutzung und Landwirtschaft (FLAG). Für beide Bereiche gelten separate, SBTi-validierte Reduktionsziele.

Zielbereich

Basiswert 2022 (t CO₂e)

Aktueller Wert 2025 (t CO₂e)

Veränderung

Ziel 2030

Scope 1 und 2 Emissionen 
3'975
4'998
+26%
-42%
Reduktion Scope 3 E&I Emissionen pro Gast
0.001374 
0.001333
-3%
-51.6%
Scope 3 FLAG Emissionen
74'647 
84'174
+13%
-30.3%

IIm Berichtsjahr 2025 liegen wir in allen drei Emissionsbereichen noch über dem angestrebten Zielpfad. Wir arbeiten aktiv an Massnahmen zur Erreichung der Ziele.

Langfristig streben wir eine weitreichende Dekarbonisierung an: Scope 1 und 2 sollen um 90%, Scope 3 um 97% pro Gast und Scope 3 FLAG um 72% gegenüber 2022 reduziert werden.

 

ESRS E 1-5

Energieverbrauch und Energiemix 

Modernes Gebäude mit Firmenlogo bei sonnigem Himmel.

Unseren Energieverbrauch erfassen wir zweistufig: 

Direkt gemessen

Direkt gemessen werden Stromverbräuche an allen Standorten, für die uns Zählerdaten oder Abrechnungen der Energieversorger vorliegen. Die vorliegende Auswertung umfasst den gemessenen Stromverbrauch in der Schweiz von unserem Hauptsitz, allen Hotels sowie unseren Restaurants in der öffentlichen Gastronomie. 

Modeliert

Modelliert wird der Energieverbrauch der Gemeinschaftsgastronomie in der Schweiz und in Deutschland. Da der Stromverbrauch in den Kundenrestaurants in den jeweiligen Energieverbrauch der Kunden einfliesst, wird dieser auf Basis der Anzahl ausgegebener Hauptmahlzeiten berechnet. Als Grundlage dient ein Durchschnittswert von 3,55 kWh pro Hauptmahlzeit, der wie folgt zusammengesetzt ist:

  • 50% Strom (konventioneller Netzstrom des jeweiligen Standortlandes CH bzw. DE)
  • 50% Wärme, bestehend zu gleichen Teilen aus Erdgas und Fernwärme

Für die CO₂-Bilanz wird der Energieverbrauch in der Gemeinschaftsgastronomie in der Schweiz und in Deutschland modelliert. Die Modellierung basiert auf der Anzahl der ausgegebenen Hauptmahlzeiten. Pro Hauptmahlzeit wird ein durchschnittlicher Energieverbrauch von 3.55 kWh angenommen. Dieser Energieverbrauch in kWh / Hauptmahlzeit beinhaltet:

  • 50% Strom, konventionell (aus dem jeweiligen Land des Standorts CH oder DE)
  • 50% Wärme (davon kommen 50% von Erdgas und 50% von Fernwärme)

Tabelle Gesamtstromverbrauch und Energiemix 2022-2025

Jahr

Erneuerbarer Strom (MWh)

Konventioneller Strom (MWh)

Gesamt (MWh)

Anteil
Erneuerbar

Veränderung Gesamt

2022

7’168

5’014

12’182

58.8%

2023

9’453

5’134

14’587

64.8%

+19.7%

2024

8’343

5’413

13’756

60.6%

-5.7%

2025

7’595

6’805

14’400

52.7%

+4.7%

Energiemix

Der Gesamtstromverbrauch ist 2025 gegenüber dem Vorjahr um +4.7% gestiegen (von 13'756 auf 14'400 MWh). Der Anteil erneuerbaren Stroms ist im selben Zeitraum von 60.6% auf 52.7% gesunken. Ursächlich dafür ist der gestiegene Stromverbrauch der Hotels in Deutschland, der sich von 5'413 MWh auf 6'805 MWh erhöht hat. Diese Betriebe beziehen weiterhin ausschliesslich konventionellen Netzstrom. Die Umstellung der Hotels in Deutschland auf Strom aus erneuerbaren Quellen ist für 2026 vorgesehen. 

Verteilung des Energiemixes

Diagramm zeigt 47 % erneuerbaren und 53 % konventionellen Strom.

Am Hauptsitz in Düsseldorf wird hingegen bereits Ökostrom von Rheinenergie eingesetzt; durch den Umzug von Langenfeld nach Düsseldorf konnte der jährliche Stromverbrauch des Hauptsitzes zudem deutlich reduziert werden, von ca. 220'000–240'000 kWh auf ca. 50'000–55'000 kWh pro Jahr. 

ESRS E 1-6

Treibhausgasbilanz

Seit 2012 erheben wir jährlich unsere CO₂-Emissionen. Seit 2023 erstellen wir die Bilanz in Zusammenarbeit mit myclimate. Aufgrund der angepassten und präziseren Messmethodik weisen wir die Daten ab unserem Basisjahr 2022 aus. Bei der Erstellung orientieren wir uns an dem international anerkannten Bilanzierungsstandard „Greenhouse gas protocol“.

Übersicht Brutto CO₂äq-Emissionen von SV nach Scopes und Jahr 

 

Jahr 
2022
2023
2024
2025
Scope 1
1’078
957
1’058
992
Scope 2
2’897
4722
3’162
4’005
Scope 3 E&I
44’500
46’913
51’446
52’356
Scope 3 FLAG
74’647
85’010
85’453
84’174
Total
119’169
131’941
136’916
136’529

Zusammensetzung der CO₂äq-Emissionen von SV

Die Grafik zeigt die Zusammensetzung der Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette. Der überwiegende Anteil entfällt auf Scope 3, insbesondere auf vorgelagerte Aktivitäten. Den grössten Beitrag leisten die eingekauften Güter und Dienstleistungen (Scope 3.1). Weitere relevante Kategorien sind brennstoff- und energiebezogene Aktivitäten (Scope 3.3) sowie vorgelagerter Transport und Distribution (Scope 3.4). Emissionen aus Geschäftsreisen (Scope 3.6) und Pendlerverkehr (Scope 3.7) tragen in geringerem Umfang zu den Gesamtemissionen bei.
 

Kreisdiagramm der Treibhausgas-Emissionen nach Scopes 1-3.

Hotspots unserer CO₂-Bilanz

Infografik über CO2-Emissionen von Produkten und Dienstleistungen auf grünem Hintergrund.

Emissionen aus Lebensmitteln und Getränken pro Gast

Neben den absoluten Treibhausgasemissionen betrachten wir auch die Emissionsintensität im Bereich Lebensmittel und Getränke. Dafür setzen wir die Treibhausgasemissionen aus eingekauften Lebensmitteln und Getränken (Scope 3.1) ins Verhältnis zur Anzahl der Gäste. Diese Kennzahl ermöglicht eine bessere Vergleichbarkeit über unsere verschiedenen Geschäftsbereiche hinweg, da sie sowohl für Restaurants als auch für Hotels anwendbar ist.

Im Jahr 2025 betrugen unsere Emissionen aus Lebensmitteln und Getränken durchschnittlich 3,95 kg CO₂e pro Gast und lagen damit leicht unter dem Niveau des Basisjahres 2022 (4,08 kg CO₂e pro Gast). Dass dieser Wert trotz eines Gästewachstums von rund 17 % stabil geblieben ist, werten wir als positives Signal. Es zeigt, dass Wachstum und Emissionsintensität nicht zwingend parallel verlaufen müssen.

Liniendiagramm CO2-Emissionen pro Gast 2022-2025, verschiedene Länder und Gruppen.

Die Emissionsintensität pro Gast blieb in den letzten Jahren insgesamt auf einem ähnlichen Niveau.